Washington wünscht sich britische Führungsrolle in Europa

Sean Spicer, der Sprecher von Präsident Donald Trump, meldet sich zum Brexit: Großbritannien solle weiter ein "starker Führer" in Europa und in der Welt bleiben [stock_photo_world/shutterstock]

Das Weiße Haus hat auf den britischen Austrittsantrag aus der Europäischen Union mit der Aufforderung reagiert, London solle weiter eine Führungsrolle in Europa spielen.

Sean Spicer, der Sprecher von Präsident Donald Trump, erklärte am Mittwoch, die US-Regierung respektiere den Willen der britischen Wähler und der Regierung in London zum Ausstieg aus der EU. Wie auch immer die künftige Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU aussehen werde, Großbritannien solle weiter ein „starker Führer“ in Europa und in der Welt bleiben.

EXKLUSIV: EU-Mitgliedsstaaten bereit für alle Brexit-Eventualitäten

EXKLUSIV/Laut dem Entwurf einer Antwort auf den zu erwartenden Brexit-Antrag bereuen die EU-Mitgliedsstaaten zwar den Austritt Großbritanniens. Sie sind jedoch „bereit für den nun folgenden Prozess“. EURACTIV Brüssel erhielt Einsicht in das Dokument.

Auf die Frage nach Äußerungen des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, wonach die USA mit Donald Trump erstmals einen Präsidenten hätten, den europäische Angelegenheiten nicht zu interessieren scheinen, sagte Spicer, Trump sei in internationalen Angelegenheiten sehr bewandert – insbesondere, was Europa und die Militärallianz Nato angehe.

Großbritannien hatte am Mittwoch neun Monate nach dem Brexit-Referendum offiziell den Austritt aus der Europäischen Union beantragt und damit einen zweijährigen Verhandlungsprozess in Gang gesetzt, an dessen Ende es die Union verlassen wird. Am 29. März 2019 würde die britische EU-Mitgliedschaft enden. Es bliebe eine EU mit 27 Mitgliedstaaten und gut 60 Millionen Bürgern weniger.

Der Rechtspopulist Trump hatte den Brexit wiederholt befürwortet und vorhergesagt, dass weitere EU-Länder dem britischen Beispiel folgen würden.

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